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Atomgeschichte mal ohne Protest

22.06.2026

Bild Ueko _tter

Der Atomkonsens von 2001 im Kalenderblatt von Deutschlandfunk Kultur

Es gibt dankbarere Aufgaben, als zehn Jahre Verhandlungen in fünf Minuten zu behandeln. Katharina Thoms schaut in ihrem Beitrag für das Kalenderblatt von Deutschlandfunk Kultur auch noch davor und danach. Am Anfang steht der vertraute Protest, aber dann geht es um das lange Ringen um den Konsens, die rot-grüne Bundesregierung und die Haltung der Stromkonzerne, die sich mühsam zum Konsens durchrangen. Man hört Gerhard Schröder und Jürgen Trittin, die ihren Erfolg nach langen Verhandlungen feiern. Dagegen protestiert die Union, sie hebt die Vereinbarung 2010 auf - und macht dann nach Fukushima die Kehrtwende. Am Ende ähnelt der bundesdeutsche Atomausstieg schon sehr dem, was da 2001 von der rot-grünen Bundesregierung vereinbart wurde.

Das sind ziemlich viele Informationen für fünf Minuten Radio, aber zum Glück gibt es ja Historiker, die am Ende ein klares Fazit anbieten. O-Ton Uekötter: "Das ist eine Stärke unserer Demokratie, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen solche Kompromisse schaffen kann." Das ist eigentlich ein prima Schlusswort, aber die Redakteurin schnitt das salbungsvolle Fazit über eine Leistungsschau der bundesdeutschen Verhandlungsdemokratie so, dass Uekötters Worte nahtlos übergehen in das Schlusswort von Gerhard Schröder. Nur so für den Fall, dass Sie mal hören wollen, wer im Radio besser klingt.

Nach den zahlreichen Berichten über 40 Jahre Tschernobyl war das die einzige Medienanfrage an Frank Uekötter aus diesem Anlass. Katastrophen ziehen - mühsam ausgehandelte Lösungen, naja, gibt es halt auch. Sehen wir es positiv: Bei Deutschlandfunk Kultur gibt es noch Redakteure, die auch mal ganz tief ins Räderwerk der deutschen Politik schauen und dafür Bochumer Historikern eine Gelegenheit zur Kommentierung geben. Auch wenn die dann am Ende klingen wie des Kanzlers Regierungssprecher.

Bild Ueko _tter

Der Atomkonsens von 2001 im Kalenderblatt von Deutschlandfunk Kultur

Es gibt dankbarere Aufgaben, als zehn Jahre Verhandlungen in fünf Minuten zu behandeln. Katharina Thoms schaut in ihrem Beitrag für das Kalenderblatt von Deutschlandfunk Kultur auch noch davor und danach. Am Anfang steht der vertraute Protest, aber dann geht es um das lange Ringen um den Konsens, die rot-grüne Bundesregierung und die Haltung der Stromkonzerne, die sich mühsam zum Konsens durchrangen. Man hört Gerhard Schröder und Jürgen Trittin, die ihren Erfolg nach langen Verhandlungen feiern. Dagegen protestiert die Union, sie hebt die Vereinbarung 2010 auf - und macht dann nach Fukushima die Kehrtwende. Am Ende ähnelt der bundesdeutsche Atomausstieg schon sehr dem, was da 2001 von der rot-grünen Bundesregierung vereinbart wurde.

Das sind ziemlich viele Informationen für fünf Minuten Radio, aber zum Glück gibt es ja Historiker, die am Ende ein klares Fazit anbieten. O-Ton Uekötter: "Das ist eine Stärke unserer Demokratie, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen solche Kompromisse schaffen kann." Das ist eigentlich ein prima Schlusswort, aber die Redakteurin schnitt das salbungsvolle Fazit über eine Leistungsschau der bundesdeutschen Verhandlungsdemokratie so, dass Uekötters Worte nahtlos übergehen in das Schlusswort von Gerhard Schröder. Nur so für den Fall, dass Sie mal hören wollen, wer im Radio besser klingt.

Nach den zahlreichen Berichten über 40 Jahre Tschernobyl war das die einzige Medienanfrage an Frank Uekötter aus diesem Anlass. Katastrophen ziehen - mühsam ausgehandelte Lösungen, naja, gibt es halt auch. Sehen wir es positiv: Bei Deutschlandfunk Kultur gibt es noch Redakteure, die auch mal ganz tief ins Räderwerk der deutschen Politik schauen und dafür Bochumer Historikern eine Gelegenheit zur Kommentierung geben. Auch wenn die dann am Ende klingen wie des Kanzlers Regierungssprecher.